Safari zu den «BIG FIVE FOR LIFE» nach John Strelecky

Das vergangene Wochenende stand voll und ganz im Zeichen meiner persönlichen Herzenswünsche. Diese waren mir zu Beginn des Wochenendes selbst noch höchstens ansatzweise bekannt. Doch dies sollte sich bald ändern, denn das Ziel der drei äusserst intensiven und dennoch wunderbar inspirierenden Seminartage an der Zürcher Goldküste war es, die eigenen Herzenswünsche zu erkennen und sich ihnen anzunähern. Schritt für Schritt.

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Es gibt schlimmere Locations, um sich mit spannenden Lebensfragen auseinanderzusetzen. (EPI Park, Zürich.)

Wie es dazu kam

Im Frühling, ich war gerade auf der Suche nach einem passenden Geburtstags-Geschenk für meine Afrika begeisterte Freundin, bin ich auf das Buch Safari des Lebens von John Strelecky gestossen. „Das ist es!“ dachte ich, „das ist das perfekte Geschenk.“ Hoch motiviert verliess ich damals den Buchladen, setzte mich zu Hause gleich hin und las das Büchlein fast in einem Zug durch.
Ich fand die Geschichte zwar ganz nett, aber als Geburtstagsgeschenk für meine Freundin dann irgendwie doch nicht überzeugend genug. Die Frage nach dem Warum kann ich heute, eine Woche nach meiner Teilnahme am «BIG FIVE FOR LIFE»-Seminar, nicht mehr plausibel beantworten. Aber egal, damals war damals und damals passte es eben nicht. Ein alternatives Geschenk musste her und zwar dringend. Ich krempelte also meine Ärmel hoch und bastelte eigenhändig eine „Geburtstagskarte Deluxe“ mit Safari-Feeling – guckt da: 🙂

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Nun aber zurück zu John Strelecky und seiner einzigartigen Interpretation von Safari des Lebens und den «Big Five for Life».

Im Spätsommer war mir der Lesestoff ausgegangen und so schnappte ich mir kurzerhand John Streleckys neuesten Streich, das Buch Wiedersehen im Café am Rande der Welt aus dem Bestseller-Regal bei Orell Füssli. Das Buch handelt von einer jungen Workaholikerin, die vor lauter tun und lassen, was andere von ihr erwarten, ihre eigenen Ziele und Wünsche aus den Augen verloren hat. Im Café trifft sie John, der sogleich zu ihrem Mentor wird und ihr dabei hilft, sich auf das, was wirklich zählt zu besinnen.

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Die beiden Werke von John Strelecky, die ich mir bisher zu Gemüte führte.

Die Geschichte wird absolut schnörkellos erzählt, ist daher für jedermann leicht lesbar und durchaus inspirierend. Das Spannendste am ganzen Buch erwartete mich jedoch auf der letzten Seite, auf Seite 284. Hier entnahm ich nämlich den Hinweis auf Streleckys Seminar-Reihe «BIG FIVE FOR LIFE», welche direkt an seine Bücher anknüpft.
Neugierig rief ich die aufgeführte Webseite auf und fand bald heraus, dass für Ende Oktober ein erstes Seminar-Weekend in der Schweiz angeboten wurde. Die Ausschreibung und die online verfügbaren Schnupperlektionen überzeugten mich schliesslich und **ZACK** war ich auch schon für’s allererste «BIG FIVE FOR LIFE»-Seminar in der Schweiz eingeschrieben. ((an dieser Stelle bitte einen Trommelwirbel vorstellen))

Mit dem ❤ Herzen sieht und hört man am besten

Zusammen mit 15 weiteren Abenteurern startete ich also die Safari zu meinen ganz persönlichen Herzenswünschen, meinen «Big Five for Life» ❤
Unsere Reisebegleiter waren Brigitte Baumberger* und André Tietz – zwei äusserst sympathische Menschen, die das Herz definitiv am rechten Fleck haben ((hier bitte einen herzlichen Applaus vorstellen)).

An den Wänden des Seminarraums hatten Brigitte und André diverse Botschaften angebracht, die zum Nachdenken anregten. Auf mich hat das Plakat mit der „Sterbebett-Perspektive“ am stärksten gewirkt:

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P.S. nein, ich habe nicht vor, schon in 30 Jahren hier abzutreten 😉

Oder anders gefragt: Was würde ich irgendwann bereuen und mich fragen:

„Ey, du langweiliges Luder, warum hast du eigentlich damals, in deinen besten Jahren, dieses oder jenes nicht gemacht? WA-RUM. hast. du. es. nicht. einfach. ge-macht, hä?“

Brigitte und André haben uns mit wunderbar banalen Aufgaben auf die Reise zu unseren Herzenswünschen geschickt und uns dabei kompetent begleitet. Im Wesentlichen ging es darum, anhand einfachster Fragestellungen häppchenweise unsere persönlichen Vorlieben zu ergründen:

  • Warum zieht es uns an gewisse Orte oder in gewisse Geschäfte immer wieder hin?
  • Warum schauen wir Romanzen (oder eben Krimis) am TV?
  • und, und, und….

Gerade weil die Aufgaben in ihrer Banalität fast schon lächerlich anmuteten, rieten unsere Reisebegleiter uns immer wieder, die einzelnen Aufgabenstellungen nicht zu hinterfragen, sondern einfach dem Prozess zu vertrauen – „Trust the Process“, um es in den Worten von John Strelecky auszudrücken.

Reich und glücklich

Persönlich hat mich die Reich-und-Glücklich-Matrix wach gerüttelt. In dieser Aufgabe ging es darum, unsere Alltags-Tätigkeiten in den Kästchen 1 bis 9 einzuordnen.

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Anhand eines kleinen Beispiels aus meiner eigenen Aufgaben-Schublade möchte ich das Prinzip der Matrix kurz erläutern.

Beispiel: Das Bügeln von Hemden und Blusen muss ich eindeutig dem Kästchen 8 zuordnen: bügeln kostet mich zwar nichts (ausser Nerven, herrje), aber ich HASSE es zu bügeln. Bügeln macht mich überhaupt nicht glücklich. Nun lohnt sich natürlich die Frage, ob ich denn irgendetwas an dieser Situation verändern könnte. Klar könnte ich!  Ich könnte eine Bügelfrau engagieren und damit eine Verschiebung der ungeliebten Tätigkeit ins Kästchen 1 erwirken. Die Frage ist, ob ich bereit bin, zur Erreichung der vollkommenen Happyness in diesem Beispiel Geld auszugeben.

Natürlich gilt es im Leben wesentlich kniffligere Aufgaben zu bewältigen, als das Bügeln von Hemden und Blusen. Bei den wirklich zentralen Aufgaben unseres Wesens lohnt sich eine sorgfältige Evaluation. Die Reich-und-Glücklich-Matrix wird hier zur Schaltzentrale mit komplett flexiblen Reglern, womit sich die für uns stimmigen Nuancen je Szenario bequem einstellen lassen.

Ich kann diese Art der Reflexion wirklich jedem ans Herz legen. Was für eine Bereicherung, sich mal in aller Ehrlichkeit bewusst zu machen, wieviel Zeit unseres kostbaren Lebens wir letztlich für Dinge aufwenden, für die wir nicht brennen. Heiliger Bimbam, ey!

Herzenswünsche leben

Eine passende Bereicherung des Seminars war der Film Mit Herz und Hand mit Anthony Hopkins in der Hauptrolle. Der Film spielt in den sechziger Jahren und erzählt die wahre Geschichte des Neuseeländers Burt Munro, dessen Herzenswunsch es war, mit seiner während 25 Jahren selbst „gebastelten“ Indian die legendäre Bonneville Speed Week zu rocken. Die Reise von seiner Heimat Neuseeland nach Utah, USA verlief nicht ohne Komplikationen und erforderte eine tüchtige Portion an Improvisation – sowohl von Burt, als auch von seinem Umfeld. Doch Burts eiserner Wille war stärker als jedes vermeintliche Hindernis…
Ich hatte den  Film zuvor noch nie gesehen. Die Geschichte berührte mich, keine Frage. Und sie entlockte mir Erinnerungen an meine eigene Zeit, die ich vor einigen Jahren am und um den grossen Salzsee bei Bonneville erlebte. Leider habe ich damals noch nicht gebloggt und kann an dieser Stelle daher keine Geschichte aus meinem Anekdoten-Fundus anbieten 😉

Auch Udo Jürgens‘ Ich war noch niemals in New York erhielt seinen verdienten Platz in unserem «Big Five For Life»-Seminar. Hinter diesem Song verbirgt sich eine meiner persönlichen Lieblings-Anekdoten. Witzig ist insbesondere, dass ich den Entschluss, endlich mal selbst nach New York zu reisen, damals mitten im namibischen Outback und damit quasi direkt bei den „wahren Big Five“ in Afrika gefasst hatte. Mehr dazu im Artikel Milchstrasse vs. Time Square: Vom afrikanischen Lagerfeuer an den Time Square in New York.

The «Big Five for Life»

Zugegeben, ich bin in der Erwartung in das Seminar gestartet, dass ich am Ende des dritten Tages, konkrete Ziele benennen kann, wie z.B, „ich will den Kilimandscharo besteigen“ oder „ich will in meinem Leben drei Kinder gebären“. Spätestens im Verlaufe des zweiten Tages wurde mir aber klar, dass  es gar nicht darum geht, seine Herzenswünsche bis aufs i-Tüpfelchen präzise und konkret formulieren zu können. «Big Five for Life» nach John Strelecky lässt totale Freiheit zu – auch was die Flughöhe und die Formulierung betrifft. Wichtig ist am Ende nur, dass man sich in seinen Herzenswünschen selbst wiederfindet und ihnen einen gebührenden Platz im Leben zugestehst.

In diesem Sinne: do it 💪🏻 or donut 🍩

* Mehr Infos zu Brigitte Baumberger und den «BIG FIVE FOR LIFE»-Seminaren in der Schweiz gibt es auf der Webseite von Baumberger Coaching

6 Tipps für einen perfekten Tag in Barcelona

Vor fünf Jahren besuchte ich Barcelona zum ersten Mal, seither kehre ich jedes Jahr in die Hauptstadt Kataloniens zurück. Wie es zu meiner starken Verbundenheit mit dieser wundervollen Stadt kam, erzähle ich dir im Artikel BarceLOVEna, der Play-Button zu meinem neuen Leben.
Ich bin gerade von meinem fünften Barcelona-Besuch zurück und verrate dir in diesem Beitrag sechs Tipps für einen perfekten Tag in Barcelona.

1. Frühstück bei Buenas Migas

Früh stückt sich, wer einen tollen Tag erleben will!

Deshalb beginnt mein Logo Buenas Migas Focacceriaperfekter Barcelona Tag definitiv in einer der über die ganze Stadt verteilten Buenas Migas Filialen. Dort gönne ich mir eine grosse Tasse Kaffee, ein Natur-Joghurt mit frischen Früchten und dazu einen Scone oder einen Flapjack. Oder beides. 😋

2. Überblick verschaffen

Ich mag es, den Überblick über eine Situation zu haben – nicht nur beim Reisen, sondern generell in allen Lebenslagen. Auch wenn ich inzwischen bereits mehrmals in Barcelona war und die Stadt eigentlich ziemlich gut kenne, so verschaffe ich mir trotzdem jedes Mal zuerst einen Überblick und lasse mich einfach mal von der enormen Bandbreite an Möglichkeiten die sich mir hier bieten inspirieren:

  • Worauf habe ich Lust?
  • Wo zieht es mich zuerst hin?
  • Was möchte ich hier erleben?

Um sich ein Big Picture über Barcelona zu verschaffen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich entscheide mich jeweils spontan für eine oder auch zwei der nachfolgend vorgestellten Varianten.

Überblick-Variante A: Park Güell

Der über der Stadt angelegte, malerische Park von Antoni Gaudí zählt zum UNESCO-Welterbe. Von verschiedenen Stellen des Parks geniesst man ein herrliches Panorama über die Stadt. Besonders beliebt ist die Hauptterrasse.<<
al ob man Gaudís Schnörkeleien mag oder nicht: in Barcelona kommt man nicht darum herum. Gaudí ist Barcelona und Barcelona ist Gaudí.

Blick vom Park Güell auf die Stadt Barcelona

Eingang zum Park Güell in Barcelona
Park Güell: Eingang

Viadukt im Park Güell, Barcelona

Überblick-Variante B: Tibidabo

Mit seinen 500 Metern ist der Tibidabo der Hausberg Barcelonas. Vom Panorama-Restaurant oder einer der Bars aus kann man bei einer Tasse Kaffee (oder einem Glas Sangria) entspannt die wahre Dimension dieser wundervollen Stadt in sich aufsaugen. Gemäss Reiseführer soll schon die Fahrt in den offenen Tram-Waggons der Tramvía Blau (ab Av. de Tibidabo, Plaza John F. Kennedy) ein tolles Erlebnis sein. Mir persönlich blieb die Tramvía Blau bisher leider nicht vergönnt. Einmal bedingt durch meinen aussersaisonalen Besuch, denn die Tramvía Blau verkehrt nur von Juni-November (von Dezember-Mai fährt ein stinknormaler Bus hoch, was aber natürlich nichts an der tollen Aussicht ändert). Bei meinem diesjährigen Versuch machte mir schliesslich der katalonische Generalstreik einen Strich durch die Rechnung: Die Tramvía Blau streikte nämlich mit. C’est la vie.

Überblick-Variante C: Montjuïc

Anlässlich der olympischen Spiele von 1992 wurde der Montjuïc kräftig aufgebretzelt und ist heute ein schöner Park mit diversen Attraktionen (Museen, Botanischer Garten, Olympisches Stadium, etc.). Der Montjuïc wird auch „die grüne Lunge der Stadt“ genannt.<<
r Montjuïc ist mit seinen 172 Metern Höhe gut zu Fuss erklimmbar – beispielsweise von der Plaza España aus. Hinunter empfiehlt sich die Fahrt mit der Hafenseilbahn bis nach Barcelonetta. Romantisch schweben die roten Gondeln über den alten Hafen, den Port Vell hinweg und befördern dich direkt zu Barcelonas Stränden (mehr dazu dann später).

Seilbahn gondelt vom Mont Juic über den Port Vell zu den Stränden von Barcelonetta

Überblick-Variante D: La Pedrera

Ebenfalls einen tollen Überblick auf die Stadt geniesst man von der Dachterrasse der La Pedrera / Casa Milá, Gaudís berühmtestem Haus. La Pedrera befindet sich an der schicken Passeig de Gràcia. Im Gegensatz zu den Überblick-Varianten A-C (oben) befindet sich diese Aussichtsplattform also nicht ausserhalb des Stadtzentrums, sondern mitten drin.

La Pedrera, BacelonaSchwungvolle Dachterrasse der La Pedrera, Bacelona

3. La Sagrada Familia

Die Sagrada Familia gilt als Wahrzeichen Barcelonas und darf auf keinem Barcelona-Besuch fehlen. Wenigstens von aussen sollte man sich die „ewige Baustelle“ unbedingt zu Gemüte führen. Wer die Basilica von innen besichtigen möchte, braucht viel, sehr viel Geduld – oder aber ein Online-Ticket, mit dem man sich zu einem definierten Zeitfenster vor Ort einfinden muss und dann frech an der Warteschlange vorbeiziehen darf. Ich bin a) kein besonders geduldiger Mensch und liebe es b) mich spontan und abhängig von der jeweiligen Tagesform durch eine Stadt zu bewegen. Beides sind keine optimalen Eigenschaften für eine Besichtigung der Sagrada Familia… 🙄 aber beim nächsten Mal, beim nächsten Mal schaffe ich es, grosses Indianerehrenwort!

Total-Ansicht der La Sagrada Familie in Barcelona

4. Barri Gòtic

Das Barri Gòtic (das gotische Viertel) ist das Herz Barcelonas. Man hat Barcelona nicht gesehen, wenn man sich nicht im Labyrinth aus malerischen Gassen und Gässlein rund um die Kathedrale verirrt hat.

Kathedrale im Gothischen Viertel von Barcelona Das Barri Gòtic ist auch ein idealer Ort, um sich einer süssen Versuchung hinzugeben. Wie wär’s also mit einer Crema Catalana 😋 oder mit Churros con Chocolate Caliente? 😋

Crema Catalana
Crema catalana

 

Churros con chocolate caliente
Churros con chocolate caliente

5. Barcelonetta ❤

An der kilometerlangen Strandpromenade bei Barcelonetta stolpere ich liebend gerne von einem Chiringuito (Strandcafé) zum nächsten, geniesse das entspannte, fröhliche Treiben und lasse dabei einfach meine Seele baumeln. 😊

Blick aus einem Strandcafé auf das Hotel W in BarcelonaSkulptur (rostiger Turm) in Barcelonetta, BarcelonaBlick von einem Strandcafé auf das Hotel W in Barcelona. Im Vordergrund: Sangria und OlivenSelfie in einem Strandcafé in Barcelonetta, Barcelona

Hach ja, es ist besonders nett da, in Barcelonetta 😎

6. Schlummertrunk in La Xampanyeria

Mein perfekter Tag in Barcelona endet mit einem Schlummertrunk in der rappelvollen La Xampanyeria an der Carrer de la Reina Christina 7.

Ein Glas mit Cava in der Xampanyeria, BarcelonaMunteres Treibn in La Xampanyeria, Barcelona Das emsige Treiben in der Kult-Bar lässt sich mit Worten kaum beschreiben – man muss dabei gewesen sein, um zu verstehen, was hier so unglaublich unglaublich ist – cheers! 🍾

¡Nos vemos en Barcelona, olé!

Warst du auch schon in Barcelona? Was sind deine Highlights und Tipps?

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